Tag Vier – Keine Besserung
Das erstemal seit über 10 Jahren Brenner musste ich dort kuppeln. Dirk mit dem ich heute gemeinsam in das Abenteuer Bahn gestartet bin, wird denken: “du hattest doch V3 189″ – ja, aber nur auf dem Papier. Als ich meine Befehle in der Servicestelle abholte, glücklicher Weise gleich nach Ankunft XIBN, sonst wäre die AbgangsVSP schon utopisch geworden, wiess man mich an, meine Lok stände im Autobahnstutzen. Davon wusste auch die TP erst gar nichts, aber in den Computer hatte jemand die 110er schon erfasst. 5 verschiedene Bahnunternehmen arbeiten an dem Zug, da kann wohl schon mal was untergehen. Bei der italienischen Staatsbahn, war zumindest ein Telegramm da, wegen durchstossen. Bei mir stand noch ne 1116 davor, die wollte noch weggeräumt werden, vom Fahrplan natürlich auch keine Spur, hier hat aber die Servicestelle einen Vorrat. Der Diesel fuhr in Position, aber dann kamen die Südtiroler mit Systemumschaltung selber gefahren, ich Richtung Zug, ob ich denn mal selber einhängen könnte, keiner verfügbar – hat es doch noch nie gegeben.
Meine Zugchefin schickte ich den Fahrplan holen, weil der ÖBB Wagenmeister “noch” gewillt war mit mir zu bremsen. Die war süss, nicht nur im sinne von süss, sondern auch ihre Frage, ich hätte doch Ebula…..aber das muss sie ja nicht wissen, ist doch Führerbusiness.
9 Minuten ab Innsbruck, glaube geht bei dem Rangierstress mit den ganzen Bettenwechslernzügen in Ordnung und bis HH ist ja noch ein weiter Weg.
Dann rief die Zugchefin an, ob ich denn nochmal vor München anhalten könnte, in Bozen wäre ein Wagen ausgesetzt wurden und die hätten so straff gekuppelt, das es zu Knrazgeräuschen kommen würde, die auf dem Hinzug noch nicht gewesen wäre, aktute Gefahr bestand keine, aber sie wollte sich das mal anschauen. Ich fand, auch wenn ich das nicht ganz nach voll ziehen kann, wenn sie da irgendwelche Erfahrungen schon gemacht hat, wird da wohl schon was dran sein. Für MRO disponierte ich einen Halt, ein die “neue” TP rief eh an, Lokwechsel in Laim.
Wir waren noch gar nicht richtig zum halten gekommen, klopfte sie vorn, ob ich das nicht mal locker drehen könne. Die erste Kuppelstelle kuppeln wir ja immer sehr straff, weiss noch wie Herr H. da ganz “entsetzt” war, das wir da extra nochmal aufdrücken in der Praxis. Hier bei den Wagen schaute ich mir eine Vergleichskuppelstelle an und ja, bei den anderen beiden Wagen ging nichts zu bewegen, also wieder vor, aufdrücken, reinkrabbeln in den ganzen Shit, gerade heute wo ich aus logistischen Gründen eine Privatjacke trug, ob die noch zu retten ist, Diensthemd und Schal sind der Wagenschmiere zum Opfer gefallen.
Bremsprobe, Regionalbahn voraus = 45 Minuten, in der guten alten Zeit hätten wir vielleicht direkt fahren können, aber so ging es in den sauglatten Teufelsgraben mit seinen zwei Dauer 30igern, 750 t und die kleine Zehner vorndran, in Laim sind es dann schon 55 Minuten. Heute noch so ne Schicht und ich höre auf bei der Bahn.
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Pah, da lach ich doch drüber! Fuhr ich erst vorletzte Nacht mit 842t über den verschneiten Frankenwald. Da hat die 101er ordentlich was zu tun …
Für die Kuppelsache aber mein Beileid, das ist wirklich nicht schön
Respekt vor deinem Engagement in Rosenheim, aber ich wäre nicht zwischen die Wagen gekrabbelt, wenn es der Kollegin Zugführerin zu eng gekuppelt ist, muss sie halt selber in die Lücke oder hat halt Pech gehabt. In 2 Wochen hab ich glaub ich deine Schicht, mal sehen, wie es dann läuft.
Mein 1318 stand in Innsbruck-West abgestellt, Abfahrt im Hbf war 19.54 Uhr. Als 19.25 Uhr immer noch kein Kuppler da war, hab ich dem Fdl Bescheid gesagt und der meinte nach Rückfrage, es kommt bald jemand. 19.50 Uhr kam dann die Rangierlok mit Kuppler und der meinte nur, dass wäre jeden Samstag so. Man hätte massiv Personal abgebaut und für die Mehrarbeit an den Samstagen keine Vorsorge getroffen, ab Hbf sind wir dann mit +30 los.