….Zugfahren 1998…..rauchen durfte man noch……

Da Mittwoch in Sachsen Feiertag war, war der Zug schön voll, ich gleich Abteil mit zwei Damen und ein junges Ding hatte noch einen Sitzplatz reserviert, also zu viert. Zeitung raus SZ&Spiegel lesen, in Zwickau dann auswechseln, 1 junger Kerl und ein weiteres junges Ding. Der Kerl laß so penetrant in meiner SZ von gegenüber mit, so daß ich sie ihm dann, nach dem auslesen anbot. Irgendwo stieg auch er auch und ich blieb mit den zwei jungen Dingern allein im Abteil.

Die SZ hat noch weitere Teile, aber es wurde langsam unruhig, weil das ältere ausschauende junge Ding zu zappeln anfing, von wegen langer Zugfahrt und so – Langweile. Erste Gespräche und bald brauchte ich den Spiegel nicht mehr, weil Ding 1 sich nun auch noch mit beteiligte und es wurde immer lustiger. Dann gingen die beiden erstmal rauchen. Ding 1 kam zurück, lesen war wieder vorbei, weil wir uns über Partnerschaften unterhielten (meine wohl gemerkt), langsam lernt man sie kennen, Friseurlehrling in Fürstenfeldbruck, original aus Annaberg, 17 Jahre, sieht man auch, das Ding 2 auch erst 18 ist nicht, nicht, hätte sie so auf 22 geschätzt, als sie zurück kam, war sie gerade von einem Albaner angebaggert wurden, dem sie die falsche Telephonnummer gab, wo ich mit Ding 1 schon vermutete, was das für ein Flitchen ist.Wieder Fun total, Abendbrot teilen mit Ding 2. Dann bin ich erstmal mit Ding 2 zum rauchen, der Lehrlingsdame ihre Zigaretten, inzwischen hatte man mehr erfahren: Ding 2 arbeitet im Sheraton als Hotelfachfrau, bei abgebrochener Lehre und eher wiederwillig.

Nun baggert mich Ding 2 auf eine kumpelhafte Art an, ich meine ich kenne das Mädel keine zwei Stunden und sie spielt mit meiner Krawattennadel, die sie auch selbst wieder ranstecken möchte, da gibt´s mal einen Luftkuss, da mal eine Berührung, da mal einen Knuff. Während des rauchens mit Ihr wird sie wieder angesprochen, sieht halt nicht schlecht aus, angesprochen, obwohl wir zusammen da sind und uns unterhalten, hängt sich so ein Berliner da rein – irre. Bis München bleiben wir dann im Abteil und sie erzählt sie möchte sich gerne mal wieder verlieben, immer die falschen Kerle und so , und gleich sind wir wieder bei mir, ich „muß“ nochmal von meiner Beziehung erzählen (Übereinstimmung Freiheit/noKids)

Ein Mitropamensch mit „zwischen Leber und Milz ist stets Platz für ein Pils“ machte die Sache noch skurriler. Beim Anziehen und Tasche packen, schafft sie es wieder „bedrohlicher“ nah zu kommen, Kußentfernung, Nachdem die zwei mir vorher schon gesagt haben, ich sehe nicht schlecht aus, hätte ein süßes Lachen und brachte mich dazu in die Situation, das ich Komplimente an Ding2 machen „mußte“. Ging es auch schon die ganze Zeit darum, daß wir nach  soviel Spass nicht einfach so auseinander gehen könnten und sie wöllten mich besuchen. Draussen vor dem Ausstieg versuchte Ding 2 wieder über das Nike-Namensschild meine Adresse rauszubekommen. Und ich sagte dann „O.K.“ in 14 Tagen nach Florida treffen wir uns an der Hackerbrücke und gehen Pasta beim Italiener essen.

Nun habe ich zwei Telephonnummern und ein Versprechen abgegeben: M. und K.S. Da unser Albaner sich weiter mit uns Richtung S-Bahn bewegte, fuhr ich dann mit K.S. zur Sicherheit bis Rosenheimer Platz, was ihn dann auch abschreckte.

Das war so crazy! Das scheint im Nachhinein so unwirklich, das ganze Szenario und wenn ich mir jetzt sage ich gehe mit zwei Teenies essen, muß ich sagen, ich bin verrückt, echt. Da drückt mich zum Abschied eine wildfremde Frau ….. so was gibt´s doch gar nicht. „Ich soll nicht zuviel flirten“ – waren ihre Abschiedsworte. Das habe ich doch noch nie gemacht und ich habe mich auch während der 4 h eigentlich völlig normal verhalten …… ne, da ist mir ein Ding passiert!

Nun habe ich trotz, das es witzig klingt, kein Problem mit denen mal Essen zu gehen, vielleicht oder sicher ist dann auch die Magie, die uns für die Zeit verbunden hat hinüber, solche Momente schreibt kein Drehbuch, sind nicht wiederholbar.

Aber da ist noch K.S., es hat mich schon in den Fingern gejuckt, sie mal anzurufen, ich meine, sowas passiert mir in den nächsten 70 Jahren vielleicht nicht nochmal, das mich mal eine anmacht, aber verdammt, sie ist 12  Jahre jünger und total flippig, Conny dagegen war ein statischer Ruhepool, gegenüber diesem Zappel. Es ist der blanke Wahnsinn diese Situation, hätte ich ihr ein Zeichen gegeben, wozu ich in der Live-Situation nie und nimmer in der Lage gewesen wäre, hätte sicher eine Affäre beginnen können, trotz das Sie auf einen Anruf von einem Typen ihres Alters gewartet hat, den sie auch im Zug kennengelernt hat (Steve), der auch aus ihrer Heimat (Thüringen) kommt. Klappt das mit den beiden, bin ich fein raus. Bleibt sie auf der Suche und sie kommt in den 14 Tagen nicht zur Vernunft, sich auf so einen OPA einzulassen, stehe ich wieder vor dem Dilemma, ob ich sie links liegen lassen soll oder ob ich zaghaft austesten soll, ob es eine Beziehung geben kann, obwohl das alles so abgefahren klingt. Aber es ist ja auch so schwierig jemanden kennenzulernen, das ich meine Entscheidung, mein Versprechen sie zu treffen, nicht brechen werde, ist auch ein Zeichen, dass ich schon dahin plädiere, obwohl ich , wie schon so oft geschrieben, es absolut verrückt ist.

Ich schreibe aber wirklich Beziehung und wenn sie nur von kurzer Dauer ist, weil wir denkbar schlecht zusammenpassen, aber ein Sexabenteuer reiner Natur, entspricht ja logischer Weise nicht meinem Wesen.

879 Worte und es kamen dann das nächste dreiviertel Jahr noch tausende zu K.S. dazu …. die werde ich aber nicht bringen, wenn man das heutzutage liest, alles so naiv …… aber ich war halt so, verliebt in die – furchtbar! (Passagen in den nächsten Beiträgen werden nur mit K.S. „geschwärzt“) – Gesehen und wissen, wie sie aussah, weiß keiner, die Handys hatten noch Knochenform, waren von Motorola und hatten ne Ausziehantenne(300 DM Handyrechnung pro Monat) …… für mich war sie natürlich eine Traumfrau, ich weiss noch, wie wir mal beim Italiener saßen, ich in ihre Augen sah und mein Hirn so geflasht ist, böse Natur, derweilen hätte man wissen können, es wird nix mit der, so beschissen, wie die geküsst hat ….. Ich habe mich oft von ihr so erniedrigen lassen, war schon würdelos, aufhören, war aber nicht so einfach. Unser erstes „Date“ war übrigens in einem Möbelhaus, sehr romantisch (;-), und wenn ich heute in meine Küche gehe, weiss ich, wer die mit ausgesucht hat……aber meistens ging es mir beschissen, das Album  „S ist soweit“ war , bis auf Titel 10 (der passt nicht rein) mein gefühlsbegleiter zu der Zeit, leider nicht auf napster verfügbar.

Strategisch hatte die „Bitch“ aber in meinem Leben eine große Bedeutung, als Conny die Beziehung wieder aufleben lassen wollte, war in meinem Herzen schon kein Platz mehr…..wie hätte alles anders werden können…..??!?!?!?

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3 Antworten zu ….Zugfahren 1998…..rauchen durfte man noch……

  1. SH schreibt:

    Was Mann nach Jahren so erfährt….. unglaublich…….SH

  2. Ghost Leader schreibt:

    Ich kann nicht nachvollziehen, warum du derart Privates online stellst.

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