17.8.2000 Chemnitz-München (II)

Nächstes Lebensereignis , was meine volle Aufmerksamkeit erforderte war unsere Ausbildung für´s Brenner fahren. Ich habe mir wieder einen Fragenkatalog angelegt (ca. 60 Stk), um auch zur mndl. Prüfung fit zu sein, was uns auch von den Össis bestätigt wurde. Schon der sogenannte Schnupertag zeigte bei strahlendem Sonnenlicht, was uns so erwartet, herrliche Landschaft, eine moderne Strecke, eine Horizont Erweiterung für uns selbst, Pizza, Salami, Käse, Espresso und nun fahren wir auch jeden Tag selbst hoch, da 12 Mann für 3 Dienste ausgebildet wurden. Klingt viel, ist aber wohl in der Urlaubszeit an der Grenze, wenn man die Lokleitung so klagen hört. Aber wir machen die Dienste alle gern und gerade die Nachtschicht bringt Kohle, 4 Std. Schlaf auf der Lok und 11:29, habe sie heute gleich 3 x.

Einen Scheisstag hatte ich jetzt auch, die ganze Zeit lief alles so glatt, ich hatte es fast schon im Urin, das es wieder ein Vorkommnis geben muß – meine erste Hilfslok in den zwei Jahren und von Souveränität, war bei mir nicht´s zu spüren, sonst hätte ich nicht das Wundern darüber, dass der Ermittlungsbeamte mich  2 Wochen danach nicht vorgeladen hat. Hängt das damit zusammen das eine ÖBB war? 

Es ging um eine 1044, die Details die ich damals notiert habe kann ich heute nicht mehr nachvollziehen, das Fzg ist für mich geschichte. Ich war unkonzentriert, aufgeregt, oberflächlich – keine Zierde für meinen Berufsstand.

Danach fühlte ich mich gerade top, so wie damals bei meiner ersten Fahrnacht vor Rosenheim, nicht ganz so krass als Versager, aber mit mehr „Coolheit“ & Konzentration hätte/wäre dies nicht passiert. Waren auch unglückliche Umstände im Spiel? und es war das erstemal , das ich mit einer Störung konfrontiert wurde. Nun weiss ich, das in 1 h, ehe die Lok 10 km vom BW entfernt da ist, sicher noch 5 Min mehr zum nachdenken drin sind.

Das Stimmungstief hielt auch nur einen Tag und abends besuchte mich gerade J.F. und das lenkte schön ab und ich war auch der Meinung, das man die Verantwortung f. sowas übernehmen muss, weil man eben Fehler macht.

Mit J.F. war ich früh in der Stadt (Bagels), Kaufingerstrasse, zum wandern war die Regenbedrohung zu gross und sein neuer DienstAudi wollte ja auch spazieren fahren und so sind wir (nach Internetrecherche) nach Prien gefahren und dann nach Herrenchiemsee übergesetzt – sehr schönes Schloss des Psycho-Königs. Am Sonntag goß es aber dann richtig:  Frühstück beim gelben M und der Versuch Conny zu besuchen, scheiterte an deren Abwesenheit und dann ist er nach Hause geschwommen.

Die nächste Frauengeschichte, 9 Seiten lang, sie hatte bei mir/uns  immer Spitznamen am Anfang was mit A, heute was mit S, was witziger Weise auch ihren realen Initialen entspricht.

Advertisements

Über 360hcopa

Siehe Kategorien
Dieser Beitrag wurde unter Aus meinem alten Tagebuch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu 17.8.2000 Chemnitz-München (II)

  1. C.S. schreibt:

    jetzt wirds richtig interessant im Tagebuch 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s