31.8.2002 – Teil I

Aus rechtlichen Gründen muss ich den ersten Abschnitt schwärzen.

2cm Tumor am Hals entdeckt – über Hausarzt, Chirurg bin ich dann im Kreiskrankenhaus Pasing gelandet, wo man dann endgültig der Meinung war, das Ding muss raus. Wäre aber ganz schnell erledigt und gross krankschreiben bräuchte man nicht, darauf wollte ich mich aber nicht einlassen, denn so nervlich belastet, wenn es Komplikationen geben sollte, wollte ich nicht auf Arbeit gehen. Na einen Krankentag sollte es geben …. Termin für den Eingriff 2.5. 7.15Uhr nach 4 Stunden erste Beschwerde, aber da kann man nichts machen – der OP fordert an. 13.20 ging es dann los!!! Nun habe ich mir unter einem kleinen Eingriff niemals vorgestellt, was folgen sollte. Ausziehen, auf ein steriles Bett und dann wurde ich nach oben gefahren, kein Gefühl wo es hinging, Leuchtstoffröhren rauschen vorbei – Vorbereitungsraum. Klarmachen für eine Vollnarkose. Ein kleiner Eingriff? Ein Chirurg fragt, ob ein CT gemacht wurde. Ein kleiner Eingriff? Der Anästhesieassi war aus dem Osten und hatte erstmal Schwierigkeiten mit dem Zugang und musste erstmal seinen Chef fragen, der war zufrieden und auch recht freundlich, im OP fiel doch dann auf, das ich noch nichts wegen der Narkose unterschrieben hatte, so wurde der Monitor nochmal abgeklemmt, damit ich unterschreiben konnte …. dann merkte ich, wie ich langsam wegglitt. 

Im Aufwachraum ist mein letztes Bild der Scheffauer, in wunderschönem Licht und ich sehe ihn von unten …. ich lebe also noch und kann dem Anästhesisten sagen, das er nicht mit nach dem Brenner fahren kann, als er mich danach fragte. 45 min hat die ganze Sache gedauert und ich werde nach unten gekarrt. Mein ganzer linker Schulterbereich ist total verspannt, dieses Gefühl bleibt auch noch die nächsten Tage, ich hätte auf keinen Fall arbeiten können, gehe aber aus dem zweiten Wachraum zu Fuss nach Hause, total ausgehungert und auch genervt von der Warterei, vom sitzen auf einem Holzstuhl. Nach 21 Stunden nüchtern sein, hat man aber auch gar nicht den Hunger, wie man denken könnte, der Körper hat sich runter gefahren. Etwas Joghurtlimo und dann mit den Klamotten zu Bett -fertig. Gross mit rumwühlen ist nichts, aber die Verspannung geht am Morgen etwas zurück, voll gepinselt ist man von oranger Desinfektionsflüssigkeit. Nach drei Tagen geht auch das Kuppeln wieder, aber die Tage habe ich auch gebraucht, incl. des ersten Nachschauen am nächsten Tag.  

 

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