12.11.2004 – Börse und der Rest

Der zweite Versuch an der Börse die Börse mit Geld zu füllen, ist so richtig schief gegangen. Mit dem Wechsel zu consors hatte ich auch Zugang zu professioneller Handelssoftware. Wenn einem das Handeln Spass macht und man hat solche Möglichkeiten, ist man schnell beim Profizocken. 8:45 aufstehen, Stundenlang vorm PC, alles im Blick und tatsächlich hatte ich plötzlich auch Geldeingänge ausserhalb des Lohnes auf dem Giro – geil, da habe ich mal den Einsatz verdoppelt – dann ging´s natürlich nach unten, nicht im Sinne steigender Kurse, denn ob es eine Wette auf fallende oder steigende Kursstände des „Dachses“ war, ist bei dem Geschäft egal – nur es entscheiden Sekunden, so bewegt sich auch die Gefühlslage himmelhochjauchzend —> Totalabsturz, bis Überschwappen ins Körperliche – einem wird richtig schlecht. Beim zweiten grossen Verlust habe ich dann die Reisleine gezogen und mich wieder von der Börse verabschiedet. Mit 2500 € Miesen, was hätte man alles Schönes mit dem Geld machen können, denke ich oft, wenn in Quartalsschritten die Abzahlung stattfindet.

„Beherrsche den Markt“, ein Buch was ich vorher von einem Kollegen geborgt gelesen hatte – sehr motivierend. Ich konnte es nicht so umsetzen. Beim Zustand, dass ich meine ja meine Miete schon nicht mehr zahlen konnte, beschloss ich folgende Strategie:

Schulden tilgen, dann vier Quartale ein 2000 € Sicherheitspolster anschaffen, die nächsten vier nochmal Geld für die Börse anschaffen – wenn ich noch lustig bin, nochmals mein Glück versuchen. Ein drittes Mal und auch das letzte Mal in meinem Leben.

Sehr optimaler Weise hat man seinen Job, sonst wäre ich am Ende gewesen! Ein Zustand der nicht nochmals eintreten wird, das neue Börsengeld ist dann wirklich zum verzocken, so wie RouletteGeld, was ich im Internet auch probiert habe, aber auch nicht mit glücklicher Hand.

Bei dieser Zusammenfassung des Jahres komme ich nun zum Berg „jahr“. Von großer Lustlosigkeit mit den zahlreichen Heimfahrten geprägt, ist erst zum Herbstbeginn wieder richtig das Fieber ausgebrochen und ich habe wieder richtig Spass dabei gehabt. Wenn das nicht gegeben ist, verschwende ich eben auch keine Lebenszeit. Hab lieber wieder recht intensiv anarchy online gespielt und dabei viel Freude gehabt, wenn´s zur Sucht umzukippen droht braucht man eben ein Konzept, so spiele ich nun nur jeden zweiten Tag, damit das andere auch mal wieder wird! Klassentreffen eintragen ins Tagebüchlein auch noch!

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