Sra Bua by Tim(i) Raue

Als Hobbykritiker freut man sich natürlich, wenn man beim Verlassen des Restaurants, vom OK – familieninterne Abkürzung für Oberkellner – noch mal expliziet nach seiner Meinung gefragt wird. Da konnte ich den zum Shushi gereichten Ingwer gleich mal aus „no go“ herausarbeiten, der hatte einen durchgehnden braunen Rand, was vielleicht vom Einlegen her kommen könnte, aber strunkig und hart sollte er auf keinen Fall sein, dazu habe ich noch auf eine erdartige Substanz gebissen – also so bitte nicht, zumal z.B. die selbstgebraute Sojasauce von einer tollen Produktqualität war.

Desweiteren regte ich noch an, doch noch ein weiteres Reisbrötchen zu reichen – ich hatte das 6 Gang Sra Bua Menue – mit dazu kommen nämlich Zutaten, wo man sich seinen eigenen „Schweinebauch- Burger“ bauen konnte, Zutaten waren reichlich, inklusiv zwei, supercrossigen Fleischstückchen, da fehlte eben nur noch eine weitere Hülle.

Wie wahrscheinlich in Berlin üblich, siehe Fischers Fritz, die Arbeitstische des Personales stehen mitten im Raum, also alte Glässer, Wasserflaschen bleiben über den Abend ein Begleiter, aber hier in der nicht Sterneküche ziehe ich mal nix ab, geht ja insgesamt lockerer zu, wobei die die Loungemusik ablösende 70 Jahre Discomukke mir dann schon ein bissel auf die Nerven ging.

In vielen anderen Kritiken, das Wirrwar mit den zahlreichen Bedienungen, es gibt wohl keine festen Quartiere, hat nur kurz meinen Nachbartisch betroffen, ansonsten agierte das Personal, ebenfalls locker, aber durchaus professionell.

Der asiatische/europäische Essensansatz des Tim Raues wird gut umgesetzt, man kann schreiben, für die Hälfte des Geldes des original Sternerestaurants – kommt man an seine Vorstellungen von Speisen, die auch hier sehr gut waren. Ich selbst habe die Shiso-Minze kennengelernt, wobei es zu vielen Gängen Hinweise gab, wie man am besten für das angedachte Geschmackserlebniss die Speisen zu sich nimmt, von der asatischen Minze, sollte immer ein Stück mit auf die Mundportion gegeben werden, und doch, hat funktioniert.

Neben a la carte, bestand noch die Möglichkeit der Familiy Menues, wo man sich dann überraschen lassen konnte, was einem die Küche in dem jeweiligen Gang gezaubert hat.

Fazit: der „Billig“ Ableger des Herrn Raues funktioniert gut. 4 aus 5.

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Eine Antwort zu Sra Bua by Tim(i) Raue

  1. Maik schreibt:

    Harharhar köstlich, ich hau mich weg:

    „der hatte einen durchgehnden braunen Rand, was vielleicht vom Einlegen her kommen könnte, aber strunkig und hart sollte er auf keinen Fall sein, dazu habe ich noch auf eine erdartige Substanz gebissen –..“

    Echt witzig geschrieben, gefällt mir. Hab ich endlich mal wieder lachen können, klappt eh viel zu selten bei mir.
    Grüße Maik

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